Wirtschaftskreis begab sich in die virtuelle Welt von Facebook, Twitter und Co.
Wirtschaftskreis begab sich in die virtuelle Welt von Facebook, Twitter und Co.

3.-Wirtschaftskreis-Web2.0

Zum dritten Mal hatte der Landkreis Fürth Unternehmerinnen und Unternehmer aus dem Landkreis Fürth zu einem Wirtschaftskreis eingeladen. In den Räumen der Sparkasse Zirndorf ging es diesmal in die virtuelle Welt: Das Web2.0 - also um Facebook, Twitter, Weblogs und andere Internetforen.

“Online-Plattformen nutzen mittlerweile Millionen von Menschen. Für Unternehmen bieten sich große Chancen, um neue Kunden zu gewinnen und bestehende Kunden stets aktuell zu informieren. Gleichzeitig stellt sich die Frage nach Umfang und Kosten solcher Internetauftritte”, verdeutlichte Landrat Matthias Dießl in seiner Begrüßung. Der Landkreis Fürth testet seit kurzem ebenfalls die Möglichkeiten des Web2.0. So wurden unter anderem die Tourismusseiten der Landkreishomepage mit Facebook vernetzt. Weitere “Social Media”-Aktivitäten, also Angebote in sozialen Netzwerken, sollen folgen.

Als Referent konnte der Landrat in Zirndorf Mario Fischer, Professor für Wirtschaftsinformatik an der FH Würzburg und Herausgeber sowie Chefredakteur des Fachmagazins “Website Boosting“, begrüßen. Er informierte die Unternehmerinnen und Unternehmer über die Chancen aber auch Risiken, die Facebook & Co. mit sich bringen. Unter anderem lauteten die Fragen: Welche Bedeutung haben die neuen Medien für Unternehmen? Kann es sich eine Firma leisten, nicht dabei zu sein, ohne in Wettbewerbsverzug zu geraten? Welche Tipps gibt es dazu für mittelständische Firmen?

Natürlich ging es auch um die Platzierung in den Trefferlisten bei den Suchmaschinen. Mittels einer Live-Präsentation konnten die Gäste prüfen lassen, wie es um die Positionierung ihrer Firma in den Suchmaschinen steht und was man besser machen kann.

Im Rahmen einer anschließenden Podiumsdiskussion, geleitet von Funkhausmoderator Michael Lein, hatten die Gäste beim Wirtschaftskreis die Möglichkeit, Fragen zu stellen sowie angeregt zu diskutieren.

“Durch das Web2.0 wurden die Regeln für die Unternehmens-Kommunikation nachhaltig verändert. Wer seine Marke online aktiv über viele Kanäle bewirbt, kann neue Käuferschichten erschließen”, lautete die Meinung von Podiums-Teilnehmer Michael Leibrecht von der Agentur machen.de.

Spielen also Kundenservice und Qualität heute im Verkauf nur noch eine untergeordnete Rolle? “Ganz und gar nicht”, sagte Podiumsgast Roland Ellinger. Der Landschaftsarchitekt aus Cadolzburg verzichtete bislang auf Aktivitäten im Internet und eine eigene Homepage - und arbeitete damit mehr als erfolgreich. Sein Credo des Abends: “Wer sich um seine Kunden kümmert, auf die Qualität achtet und kreative Produkte anbietet, hat auch ohne Web2.0 Erfolg. Denn es gibt doch nichts besseres als den realen Kontakt zwischen Kunde und Firma”, so Ellinger.

Landrat Matthias Dießl freute sich, dass der Wirtschaftskreis in Zirndorf somit erneut dazu beigetragen hat, den Erfahrungsaustausch zu fördern, Fachwissen zu vermitteln und ein gegenseitiges Kennenlernen anzuregen. “Die direkte Kontakt-Pflege ist nach wie vor Grundlage für gute geschäftliche Beziehungen, auch wenn uns die virtuelle Welt heute viele zusätzliche Möglichkeiten bieten”, lautete das Fazit von Matthias Dießl.