Firma Scheiderer aus Wilhermsdorf ist seit 40 Jahren auf die “Augen der Häuser” spezialisiert: Landrat besichtigte modernen Fensterbaubetrieb
Firma Scheiderer aus Wilhermsdorf ist seit 40 Jahren auf die “Augen der Häuser” spezialisiert: Landrat besichtigte modernen Fensterbaubetrieb

scheidererIm Rahmen eines Firmenbesuches besichtigte Landrat Matthias Dießl den modernen Fensterbaubetrieb Scheiderer in Wilhermsdorf. Die Produktpalette der Scheiderer GmbH reicht von Kunststofffenster, Haustüren, Wintergärten über Insektenschutzgitter bis hin zu Markisen. Die geschäftsführenden Gesellschafter Christiane Scheiderer, Albert Decker und Jürgen Ringler freuten sich über das Interesse des Landrates - und führten ihn sowie den örtlichen Bürgermeister Harry Scheuenstuhl durch das Betriebsgelände und die 400 Quadratmeter große Ausstellungsfläche.

Die Scheiderer GmbH hat derzeit 28 Mitarbeiter. Ein Kernstück ist die eigene Produktion der Fenster und Türen. Somit kann die Firma kurzfristig auf Kundenwünsche reagieren. “Dies ist einem normalen Händler nicht möglich, da dieser meist mindestens drei bis vier Wochen Wartezeit bei seinem Zulieferer hat”, erklären die Geschäftsführer.

Seit 1968 werden am Standort Wilhermsdorf Kunststofffenster produziert, somit hat der Betrieb in diesem Geschäftsbereich über 40 Jahre Erfahrung. “Es handelt sich hier um einen traditionsreichen Firmenstandort. Dass die Firma dem Landkreis immer treu geblieben ist, finde ich sehr lobenswert”, sagte Matthias Dießl. Selbst nach schwierigen Zeiten wurde der Standort aufrecht erhalten:  Nach einer Insolvenz der damaligen Johann Scheiderer GmbH im Jahr 2004 gründeten die heutigen  Geschäftsführer die jetzige Scheiderer GmbH mit einer stetig positiven Entwicklung. “Hauptsächlich sind wir in der Renovierung tätig, deshalb profitieren wir von der derzeitigen Sanierungswelle im Bereich der energetischen Sanierung”, unterstrichen Christiane Scheiderer, Albert Decker und Jürgen Ringler.

Moderne Fenster sparen eine Menge Energie
Wie sie betonten, können neue Fenster - “die Augen eines Hauses” - einen entscheidenden Beitrag zum Energiesparen und damit zur CO2-Reduktion leisten.  Besonders achten sollte man beim Fenstertausch auf eine Montage, die dem Stand der Technik entspricht. Hierbei handelt es sich um eine sogenannte RAL-Montage oder auch Montage nach den Richtlinien der Energieeinsparverordnung. Diese fordert, dass die Anschlussfugen des Fensters zum Mauerwerk zusätzlich abgedichtet werden, damit keinerlei Feuchtigkeit ins Mauerwerk eindringen kann.

Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus (ca. 20 Fenster) ist der komplette Austausch inkl. Beiputzen nach nur vier Tagen erledigt. Der moderne Maschinenpark, in dem die Firma Scheiderer hohe Summen investiert hat, hilft dabei:  So gibt es eine computergestützte Zuschnittsäge für die Profile, ein neues Bearbeitungszentrum, welches alle Fräsungen, Bohrungen und Verschraubungen am Profil erstellt, sowie einen neuen Eckenputzautomat.

Heizöl einsparen
Wie gut eine Fensterscheibe isoliert, erkennt man an ihrem U-Wert, der den Wärmeverlust in Watt pro m² Glasfläche angibt: Je niedriger dieser Wert desto besser. Zum Vergleich: Die ersten Isoliergläser, die vor 30 Jahren eingesetzt wurden, hatten noch einen U-Wert von 3,0 W/m²K. Mit Dreifachgläsern plus Gasfüllung und Beschichtung sind heute sogar U-Werte von 0,8 bis  0,5 W/m²K möglich, die Fenster isolieren damit besser als viele Altbauwände.  Ein Berechnungsbeispiel macht die Energieeinsparung deutlich: Pro 0,1 W/m²K Verbesserung werden im Jahr 1,2 Liter Öl pro m² Glasfläche eingespart. Dies ergibt bei einer Verbesserung von 3,0 W/m²K auf 1,1 W/m²K und durchschnittlich 25 m² Glasfläche eine Einsparung von 570 Liter Heizöl.

Betrieb geht mit gutem Beispiel voran
Auch selbst achtet man sehr auf den Energieverbrauch: “Unsere Hallen wurden mit neuen wärmedämmenden Bedachungen ausgestattet, um unsere Energiekosten zu reduzieren”, so die Geschäftsleitung.  Bei der Anschaffung einer neuen Kompressoranlage für die Fertigung achtete der Betrieb darauf, dass die dabei entstehende Abwärme über einen Wärmetauscher direkt in die Heizung eingespeist wird. Darüber hinaus wurde eine Photovoltaik-Anlage in Betrieb genommen.