| Besuch der Mälzerei Gebr. Steinbach GmbH – regional verwurzelt, global handelnd |
|
„Die Geschichte unserer Mälzerei-Tradition“, so Dieter Gewalt, ehemaliger Geschäftsführer der Mälzerei Gebr. Steinbach GmbH, „beginnt um 1861 in der damaligen ‚Bierstadt‘ Erlangen“. Als sich das Gewerbe verschlechterte entschied sich die Familie das Bierbrauen in Erlangen einzustellen und sich auf die Herstellung von Malz zu konzentrieren. 1988 expandierte die Mälzerei und pachtete in Zirndorf die damalige Patrizier-Mälzerei, die sie 1990 auch käuflich erwarb. Im Jahr 2000 hat einer der Söhne, Jörg Gewalt, die Geschäftsführung der Mälzerei mit den Betrieben in Erlangen und Zirndorf übernommen. „Es ist schön zu sehen, dass seit 2000 der Betrieb im Landkreis zum Hauptbetrieb ausgebaut wird“, freute sich Landrat Dießl. Die Übernahme anderer Mälzereianlagen versetzt die Mälzerei heute in die Lage neben den Brauereien auch andere Geschäftsfelder zu bedienen. In Zirndorf werden neben allen Arten von Braumalzen auch Spezialmalze (z.B. Rauchmalze und Karamelmalze) sowie Malzflocken und –mehle produziert. Bei einem Ausstoß von 12.000 Tonnen Malz pro Jahr, was insgesamt für 840.000 Hektoliter Bier reichen würde, scherzte Landrat Dießl: „Glücklicherweise wird auch weit exportiert, wir müssten uns ja nur noch von Bier ernähren.“ Damit dieser Export bis nach Asien auch gesichert bleibt, arbeitet die Mälzerei mit der Universität Weihenstephan intensiv zusammen. Aktuell entwickeln sie gemeinsam ein Spezial-Malz zur Herstellung Glutenfreier Biere. „Es ist das Zusammenspiel aus regionaler Verwurzelung, regionalen Rohstoffen und der Bereitschaft innovative Wege zu gehen, die den Erfolg der Mälzerei sichern“, bekräftigte Landrat Dießl. Hierfür wünschte er weiterhin bestes Gelingen. |