Erstes Regionalforum legt Grundlage für künftiges Regionalmanagement
Erstes Regionalforum legt Grundlage für künftiges Regionalmanagement

matthias_diessl_regionalforDen Landkreis Fürth noch attraktiver für junge Familien zu gestalten, eine Stärkung des Landkreisselbstbewusstseins zu erreichen und die Sicherung sowie der Ausbau von Arbeitsplätzen sind die vorrangigen Ziele des so genannten Regionalmanagements, das der Landkreis Fürth in Kürze einführen will. Dies wurde im Rahmen des ersten Regionalforums im Sitzungssaal des Fürther Landratsamtes deutlich. Eingeladen waren Vertreter von Vereinen, Verbänden, den Kommunen, Mandatsträger sowie die Vertreter der Wirtschaft. Sie gelten als die Netzwerkpartner für ein erfolgreiches Regionalmanagement.

Die Ausgangslage für den Landkreis, dies machte Landrat Matthias Dießl in seiner Begrüßung deutlich, ist denkbar gut. In vielen Rankings schneidet der Kreis erfolgreich ab. Die Lebensqualität vor Ort ist beispielsweise sehr gut ausgeprägt. Bundesweit steht der Landkreis auf Platz 5 (!) von 439 Landkreisen bei der Bewertung „Soziale Lage und Wohlstand“. Der Sozialatlas kommt zudem zu dem Ergebnis, dass im Landkreis eine besonders gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf gegeben ist. „Wir haben im Landkreis schon viel erreicht. Gerade deswegen darf es aber nicht zu einer Stagnation unter Verweis auf das bisher Erreichte kommen. Vielmehr ist ein
konzentriertes Vorgehen aller Landkreis-Akteure vonnöten, um den künftigen Herausforderungen gut vorbereitet entgegenzutreten“, so der Landrat.

Und Veränderungen kommen in der Zukunft zahlreiche: So nimmt die Anzahl der Bevölkerung über 64 Jahren auch im Landkreis weiter zu. Gleichzeitig boomen derzeit die Großstädte. Der Zuzug in den Landkreis wird daher wesentlich moderater sein, als noch vor einigen Jahren. Will heißen: Der Landkreis wird sich in Zukunft viel intensiver um den Zuzug von jungen Familien und jungen Arbeitskräfte bemühen müssen. Familiengerechte Angebote gehören dazu.

Das Regionalmanagement soll hierbei die Weichen stellen. Begleitet wird der Landkreis in diesem Prozess von der Kulmbacher „RRV - Gesellschaft für Raumanalysen, Regionalpolitik und Verwaltungspraxis mbH“. Diese hat bereits alle Gemeinden vor Ort bereist und eine Situationsanalyse sowie ein Stärken-Schwächen-Profil erstellt. Dieses Profil macht nach den Worten von Prof. Dr. Drs. h.c. Jörg Maier, Geschäftsführer der RRV, deutlich, dass im Landkreis Fürth vielen Stärken und Entwicklungspotentialen eine Reihe von Schwächen und Handlungsfeldern gegenüberstehen.