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Bayerische Klimawoche: Am Gymnasium Stein wurden Energie-Detektive ausgebildet

diessl_klimawochenAm Gymnasium Stein gibt es ab sofort 18 junge Energie-Detektive. Sie spüren offene Fenster auf, drehen Heizungen ab wenn notwendig, und schalten Lichter nach Unterrichtsende aus, sollte es jemand vergessen haben. Die Besonderheit: Ausgebildet wurden die Fünftklässler von einer Mitschülerin - von Carolin Plutz aus der Kollegstufe. Im Rahmen ihrer Facharbeit hatte sie eine Energie-Ralley durch das Schulhaus organisiert und die Schulung zu Energie-Detektiven ausgearbeitet. Durchgeführt wurden die Aktionen im Rahmen der Bayerischen Klimawoche.

“Eine tolle Aktion, die sich Frau Plutz da ausgedacht hat. Es freut mich, dass damit auch eine Schule aus dem Landkreis die Bayerischen Klimawochen aktiv unterstützt”, lobt Landrat Matthias Dießl das Projekt. “Es wäre natürlich toll, wenn in Zukunft noch weitere Schulen in die Klimawochen einsteigen würden. Denn die Entwicklung des Klimas geht uns alle an und gerade in den Schulen sollte das Thema verstärkt im Unterricht behandelt werden.”

Carolin Plutz hatte keine Probleme, genügend Schüler zur Umsetzung ihrer theoretischen und praktischen Wissensspiele zu finden. Es wollten sogar mehr Fünftklässler mitmachen, als Plätze zur Verfügung standen. Auch die Lehrer staunten nicht schlecht, mit welcher Begeisterung die jungen Gymnasiasten einen ganzen Vormittag bei der Sache waren.

Zunächst vermittelte Carolin Plutz ihren Schützlingen viel theoretisches Wissen, aber ohne dass Langeweile aufkam. So wurden beispielsweise Schilder für das Schulhaus gezeichnet: “Licht aus”, “Wasserhand abdrehen”, “Heizung nach Unterricht ausschalten”. Die Tafeln wurden anschließend an den entsprechenden Orten aufgehängt und sollen die Mitschüler nun zu mehr Wachsamkeit beim Umgang mit den Ressourcen anhalten. Aber auch die verschiedensten Energieformen, ihre Vor- und Nachteile, lernten die Schüler kennen. Dazu stellte Carolin Plutz Fragen, deren Antworten die Kinder sich anhand von Broschüren selbst erarbeiten mussten.

Und dann begann die Energie-Ralley durch das Schulhaus. Dazu hatte die 18-jährige verschiedene Klassenzimmer und Orte in der Schule präpariert. In einem Zimmer lief der Wasserhahn, in einem anderen war die Heizung im Sommer voll aufgedreht und vieles mehr. Die Schüler aus der fünften Jahrgansstufe mussten alle Fehler aufspüren und beseitigen. Die Belohung am Ende: Die Kinder wurden von Carolin Plutz zu Energie-Detektiven per Urkunde befördert. Sie sollen auch in Zukunft ein wachsames Auge darauf haben, ob in der Schule Energie verschwendet wird. 

“Ich finde es wichtig, dass sich auch bereits Kinder mit dem Thema Klimawandel beschäftigen. Denn ihr weiteres Leben wird davon geprägt sein. Wenn man bedenkt, dass heute in fast jedem Kinderzimmer schon Fernseher, Computer und Spielkonsole stehen, ist es wichtig, die jungen Menschen über den Stromverbrauch und wie man Strom sparen kann, aufzuklären”, so Landrat Matthias Dießl. Er begrüßt daher auch ausdrücklich die Bayerische Klimawoche.

In der Klimawoche finden vielseitige und spannende Aktionen zum Klimaschutz an zahlreichen Orten Bayerns statt. Sie wurde dieses Jahr bereits zum dritten Mal als Gemeinschaftsprojekt der Bayerischen Klima-Allianz unter Mitwirkung der Teilnehmer im Umweltpakt Bayern und der bayerischen Umweltstationen durchgeführt.


 
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